GARTENRESTAURANT IM GROSSEN GARTEN

Hannover / 2000

1. Preis Internationaler Wettbewerb

Die Herrenhäuser Gärten als Gartenensemble von internationalem Rang erhalten mit der neuen Gastronomie eine angemessene Ergänzung. In Fortsetzung von Arne Jacobsens Foyergebäude spielt auch das Gartenrestaurant mit den vom Barock vorgegebenen Themen. Es tritt nicht als Gebäude in Konkurrenz zu den Barockbauten, sondern reiht sich ein in die von den Hecken gebildeten kulissenartigen Raumschichten. Verschiedene Glasarten, Edelstahl und Holzpaneele nehmen die Schichten auf und interpretieren sie auf neue Weise. Auch der Typus Orangerie wird durch den voll verglasten und öffenbaren Gastraum reflektiert, das Thema Grotte hingegen durch Sandsteinböden und Glasmosaik im Inneren.

Wie im barocken Heckentheater bildet das Durchschreiten der grünen Schichten den Rahmen für den „Auftritt des Besuchers“. Satinierte Glasfassaden, lasierter Sichtbeton an Decke und Wand, Schweizer Birnbaum im Clubraum, Mucharzer Sandstein als Boden und Glasmosaik in den Toiletten differenzieren die Themen Gesellschaftsraum, Orangerie, Grotte.

Am Abend bereichert der Bau durch die Illumination seiner hinterleuchteten Doppelfassade die Abendveranstaltungen mit barocker Festkultur.

Der Feigengarten wurde von Guido Hager Zürich gestaltet.

HBG
1998 – 2000
2.000 m² BGF
LP 1-9 Architekten Schweger + Partner Schweger Reifenstein Schneider Kohl Meyer