JAKOB-KAISER-HAUS BUNDESTAG

Berlin / 2002

Eine Gruppe von neuen Häusern beiderseits der Dorotheenstraße bilden das Jakob-Kaiser-Haus des Deutschen Bundestags mit Büros für die Parlamentarier, Sitzungssälen, die funktional eine Einheit bilden. Durch Vergabe an fünf Teams (ASP (Haus 1 + 2) sowie Bussmann + Haberer, de Architecten Cie, gmp, Thomas van den Valentyn) wurde eine differenzierte Gestaltung der Gebäude erreicht. Der Haupteingang im Haus 1 führt in einen lichten, glasgedeckten Hallenbereich, in dem sich die Erschließungswege des Ensembles treffen. Von hier aus geht der Weg über Treppen hinab in die unterirdische Passage mit Verbindung hinüber zum Reichstag und in den Bauteil südlich der Dorotheenstraße sowie eine Kaskadentreppe hinauf in die Bürozonen. Quer dazu die schmalere und dramatisch hohe Ost-West-Halle.

Die Häuser 1 und 2 sind die beiden Neubauten neben dem erhaltenen und in das Ensemble integrierten Reichstagspräsidentenpalais. Dem Charakter der Dorotheenstadt entsprechend sind deren Fassaden mit grau-grünem Sandstein verkleidet und mit geschosshohen Fenstern aus Baubronze ausgestattet.

Die Innenarchitektur der Häuser ist vom Kontrast zwischen Sichtbeton, Glas, stählernen Treppen und Brücken sowie vielen Holzoberflächen geprägt. Die Achter-Ruderboote, die in der Halle hängen und auf und nieder schweben, sind ein Werk von Christiane Möbus.

Bundesbaugesellschaft
1998-2002
40.900 m² BGF
LP 1-9 Generalplanung Architekten Schweger + Partner Schweger Reifenstein Schneider Kohl Meyer