HAUS DER DEUTSCHEN WIRTSCHAFT

Berlin / 1999

1. Preis Wettbewerb

Zentraler als die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) kann man in Berlin nicht präsent sein. Schließlich liegt das neue Domizil der drei großen Wirtschaftsverbände an der Breiten Straße, quasi an der historischen Keimzelle der Stadt. Es nimmt mit seiner Gliederung in mehrere bauliche Einheiten das Motiv der Einzelhausbebauung auf.

Ab dem dritten Geschoss treten beim Bauteil des DIHT die doppelschaligen Fensterbänder deutlich aus der Fassadenflucht hervor und verleihen ihr ein horizontales Relief. Das Motiv des Fensterbandes, das die klassische Moderne fortführt, setzt dem vorbeirauschenden Verkehr am Mühlendamm einen kraftvollen architektonischen Akzent entgegen.

Einer der Höhepunkte des Verbände-Hauses ist die ausdrucksstarke Fassade in drei Sequenzen zur Spree. Dem DIHT mit seinen dynamischen Fensterbändern folgt der Konferenzturm. Leicht aus der Bauflucht zurückgezogen, präsentiert er zum Wasser hin seinen fast haushohen gläsernen Wintergarten mit punktgehaltenen Glasscheiben. Der isländische Künstler Olafur Eliasson hat für ihn eine Lichtinstallation entworfen, die auf der Simulation natürlicher Blitze beruht.

Der betont luftige Eindruck des Innenhofes wird durch die Gestaltung der Fassade unterstützt, die fast vollständig in Flächen aus Glas mit Rahmen aus heller Buche aufgelöst wurde. Die Glas-Stahl-Konstruktion, die die gesamte Hoffläche überwölbt und vor Witterungseinflüssen schützt, erinnert formal entfernt an die Basilika Palladios in Vicenza. Dieses weithin sichtbare Glasdach verankert das Gebäude zusätzlich in der Topographie Berlins.

BDI BDA DIHT
1996-1999
27.000 m² BGF
LP 1-6, 7-8 tw. Architekten Schweger + Partner Schweger Reifenstein Schneider Kohl Meyer