BUNDESRAT

Berlin / 2001

1. Preis Wettbewerb

Das Gebäude an der Leipziger Straße wurde zwischen 1899 und 1904 als Sitz der ersten Kammer des preussischen Landtages, des Herrenhauses, nach Plänen des Architekten Friedrich Schulze-Colditz errichtet. Ab 1955 nutzte die Akademie der Wissenschaften der DDR Mitteltrakt und Westflügel.

Eine der besonderen Qualitäten des Herrenhauses, die klare, vom Tageslicht bestimmte Wegeführung in der Achse Ehrenhof/Eingangshalle – Wandelhalle – Plenarsaal sowie das funktionale System von Raumfolgen und Erschließungen wurden wieder hergestellt.

Der Plenarsaal des Preussischen Herrenhauses war als geschlossener, introvertierter Raum Ausdruck einer elitären politischen Ordnung. Die Neugestaltung mit großflächigen, umlaufend angeordneten Wandöffnungen und einer transparenten Dachkonstruktion reagiert auf das Demokratieverständnis unserer Zeit. Eine Glaselementedecke lenkt das Tageslicht. Eine außenliegende nachführende Photovoltaikanlage erzeugt Energie und verschattet das Glasdach.

BBR
1995-2001
31.100 m² BGF
LP 2-9 Generalplanung Architekten Schweger + Partner Schweger Reifenstein Schneider Kohl Meyer