Erweiterung Schlossküche

Hannover / 2017

Das Gebäude der Schlossküche im Großen Garten aus dem Jahr 2000 soll um einen separat nutzbaren Bereich für Bankette und Veranstaltungen erweitert werden. Die direkte Anbindung erfolgte an die vorhandene Küche. Das Bestandsgebäude ist 1997 aus einem offenen Architektenwettbewerb mit internationalen Zuladungen als 1. Preis hervorgegangen. Die Jury unter Vorsitz von Prof. Schattner hat seinerzeit die Schlichtheit, Einfachheit und Eleganz der Arbeit hervorgehoben und geschrieben: „Das Durchschreiten von Schichten, Inszenierungen und Kulissen des Großen Gartens wird in kluger Weise in Architektursprache umgesetzt.“

 

Das grundlegende gestalterische Thema, die Schlossküche weniger als Gebäude in Erscheinung treten zu lassen, sondern eher die Raumwirkung der geschnittenen Hecken des Barockgartens fortzusetzen, erwies sich als zukunftsorientiert, denn heute harmoniert es hervorragend mit dem wieder aufgebauten Schloss. Der Erweiterungsbau nimmt sowohl die Gestaltungsprinzipien des Bestandsgebäudes auf und betont zugleich die Eigenständigkeit des Neuen. Das neue Gebäude stellt sich dar wie ein vor die bestehende Schlossküche gestelltes  ‛Zelt’ mit einer markanten Stahlkonstruktion, die den Laves-Fischbauchträger zitiert, und transluzenten Glaswänden. Ein schmaler Luftraum zwischen Bestand und Neubau vereinfacht den Bauablauf, ermöglicht einen schönen Lichteinfall am Tage, mit Illumination am Abend und gibt dem Servieren aus der Küche einen zeitgemäßen Auftritt.

 

Einige der Materialien, wie z.B. heller Naturstein, dunkles Parkett, Mosaikfliesen und hell lasierte Eichenholzverkleidung der geschwungenen Decke stellen Verbindungen zum Ort und zum Bestandsbau her.

BAUHERR:

Herrenhausen Verwaltungs GmbH

BAUZEIT:

2017

ENTWURF:

ASP Schneider Meyer Partnerschaft mbB