MNK MUSEUM FÜR NEUE KUNST

Karlsruhe / 2001

1. Preis Internationaler Wettbewerb

Heinrich Klotz gründete in Karlsruhe das Zentrum für Kunst- und Medientechnologie (ZKM) mit angeschlossener Hochschule. Die neuartige Institution wurde schließlich im großartigen 312 Meter langen Fabrikbau der ehemaligen Waffen- und Munitionsfabrik IWKA untergebracht. Zwei Museen hatten in der monumentalen Immobilie ebenfalls noch Platz, so dass ab 1992 neben der Städtischen Galerie um den südlichsten der zehn Lichthöfe, dem ZKM und der Staatlichen Hochschule für Gestaltung HfG, die vier bzw. drei Lichthöfe bespielen, als letzte Einrichtung in den beiden nördlichsten Lichthöfen des Betonskelettbaus das Museum für Neue Kunst MNK entstand, allesamt nach den Plänen von Schweger und Partner. Das MNK beherbergt mehrere bedeutende Privatsammlungen internationaler Gegenwartskunst. Die drei Ausstellungsebenen fügen sich als offene Galerien um die kontemplativ gestimmten Hallen und sind Ergebnis einer strengeren, ruhigeren Interpretation der kathedralhaften Industriearchitektur als bei den benachbarten Kulturinstitutionen. Ein sanft schimmernder, schwarzer Asphaltfußboden und untergehängte Metalldecken sowie flexibel zu positionierende weiße Stellwände bilden die Raumkojen, die mit ihrer gestalterischen Neutralität den Kunstwerken bewusst den Vorrang lassen. Optimierbares Kunstlicht und das lamellengesteuerte Zenitlicht der Hallendächer ermöglichen vielfältige Ausstellungsszenarien und der Kunst angepasste Bedingungen in dem imposanten Bau, der seinen Charakter als Industriearchitektur dennoch nicht verloren hat.

LEG
1999-2001
21.000 m² BGF
LP 2-8 Architekten Schweger + Partner Schweger Reifenstein Schneider Kohl Meyer