MAIN TOWER

Frankfurt / Main / 2001

1. Preis Internationaler Wettbewerb - Gebäudehöhe 200 m mit Aussichtsplattform

Dem Entwurf liegt die Grundgeometrie von Kreis und Quadrat zugrunde. Der Doppelturm der Landesbank Hessen-Thüringen gehört zu den die Skyline Frankfurts prägenden Gebäuden und bringt mit seiner Komposition aus bronziertem Kubus und schlankem, gläsernen Rundturm ein neues Motiv in die Hochhausfamilie. Die Grundrissfigur ergibt sich aus einer Durchdringung von Quadrat und Kreis. Der Turm wächst aus einem dichten Häuserblock, wobei die Sandsteinfassaden der historischen Vorgängerbebauung in das Ensemble einbezogen sind. Das öffentlich zugängliche Foyer mit Bill Violas großformatiger Videoinstallation dient gleichzeitig als Verbindung zwischen den Nachbarstraßen. Über eigene Aufzüge öffentlich zugänglich sind auch das Rundfunkstudio des HR und das Panoramarestaurant in der 53. Etage sowie die Aussichtsplattform in 200 m Höhe. Die flexibel ausbaubaren Büros haben bei einer Tiefe von knapp sechs Metern durch raumhohe Verglasung beste Belichtungsverhältnisse. Mittels parallel ausfahrbarer Fenster wird eine individuell regelbare natürliche Belüftung realisiert. Der Grad der Öffnung wird allerdings von einer zentralen Wetterstation überprüft und bei stärkerem Wind begrenzt. Zentral gesteuert werden die Fenster auch zur Nachtauskühlung ausgefahren. Neuartige Krypton-Wärmeschutzgläser gehören ebenso zum ökologischen Energiekonzept wie eine verbrauchsarme Beleuchtungsanlage, der Erdwärmespeicher in den Gründungspfählen und das Blockheizkraftwerk, dessen Abwärme zur Kälteerzeugung herangezogen wird. Durch diese Maßnahmen und eine sensible Steuerung der gesamten Gebäudetechnik ergibt sich ein Jahresenergiebedarf von weniger als 75 kWh/m², so ist das Hochhaus ein Niedrigenergiehaus, ausgezeichnet mit dem Immobilien-Award und „Leed Gold Zertifikat“.

BAUHERR:

Landesbank Hessen-Thüringen

BAUZEIT:

1996 – 2001 Ausbau bis 2004

BAUVOLUMEN:

110.000 m² BGF

ENTWURF:

LP 1-9 Architekten Schweger + Partner Schweger Reifenstein Schneider Kohl Meyer