ZENTRUM FÜR KUNST UND MEDIEN

Karlsruhe / 2001

1. Preis Internationaler Wettbewerb

Heinrich Klotz schrieb 1997 über das ZKM im Hallenbau: „Das Projekt gehört zu den kulturellen Großbauten der Bundesrepublik und kann in seiner Verbindung von Altbaustruktur und der Zurüstung für die Nutzungen der neuesten Medientechnologie Modellcharakter beanspruchen. Die Architekten Schweger + Partner haben den frühen Stahlbetonskelettbau von 1918 trotz komplexer Ein- und Umbauten erhalten und gleichzeitig die anspruchsvollen High Tech-Einbauten bewältigt. Ein großes elektronisches Musikstudio wurde als selbstständiges, erschütterungsfreies und akustisch geschütztes Gebäude vor die Fassade des Altbaus gesetzt. Lichtprojektionen verändern ständig das klassisch gerasterte Fassadenbild und vermitteln einen ersten Eindruck von der experimentell weiterzuentwickelnden Bauaufgabe einer scheinbar immaterialisierten Architektur.“

Die 320 m lange Kulturfabrik erhält nicht nur einen faszinierenden Industriebau, sondern ist auch Ausgangspunkt für die städtebauliche Entwicklung eines ganzen Stadtteils. Der blaue Medienkubus des ZKM umhüllt den hermetisch geschlossenen Körper des Musikstudios mit einem Licht, das spielerisch schimmernd durch bewegliche Glaslamellen medial in die Stadt leuchtet.

Die umfangreiche Photovoltaikanlage speist den gewonnenen Gleichstrom direkt in das Fahrstromnetz der Karlsruher Straßenbahn ein.

BAUHERR:

Stadt Karlsruhe Kommunalbau

BAUZEIT:

1994 – 1997, MNK 2001

BAUVOLUMEN:

51.700 m² BGF

ENTWURF:

LP 2-8 Architekten Schweger + Partner Schweger Reifenstein Schneider Kohl Meyer